Information


 

WERKKUNSTSCHULE WIESBADEN 1955-1970


HELMUT BERNHARDT (Malerei)
THOMAS DUTTENHOEFER (Skulpturen)
CLAIRE-LISE HOLY (Zeichnungen)
OSKAR KOLB (Malerei)
ROBERT PREYER (Grafik und Malerei)
UWE STÄDTLER (Grafik und Malerei)
VINCENT WEBER (Malerei)

Die Geschichte der Werkkunstschule Wiesbaden geht auf die Gründung einer Fortbildungsschule Jahr 1817 zurück, die 1844 in den Gewerbeverein überging und 1881 über die Abteilungen ´gewerbliche Fortbildung, Zeichnen und Modellieren´ verfügte. 1919 umbenannt in ´Handwerker- und Kunstgewerbeschule´ fungierte sie als Werkstätte für künstlerische Frauenarbeit, Zeichenklasse und Vorklasse für Fachklassen. Ihre Direktoren kame  bis zum Jahr 1934 meist aus dem Bauingenieurwesen. Ziel und Lehrinhalt war die künstlerische Gestaltung von Industrieprodukten, ähnlich dem Bauhaus, der Arts-and–Crafts-Bewegung, den Wiener Werkstätten oder der Mathildenhöhe in Darmstadt. Zwischen 1934 und 1945 war sie eine Modeschule. 1946 wurde sie wiedereröffnet, erhielt 1948 die bundesweit eingeführte Bezeichnung ´Werkkunstschule´ und zog in das im Jahr 1860 als Lustschlösschen erbaute Gebäude am Schulberg, das seit 1863 als Schule fungiert hatte. Sie existierte bis 1970 und wurde 1971, reduziert auf den Fachbereich Gestaltung, in die hiesige Fachhochschule integriert.

Legendär war ihr Ruf ab Mitte der fünfziger Jahre unter der Leitung Vincent Webers, der selbst am Staatlichen Bauhaus Weimar und bei Adolf Hoelzel ausgebildet war und die hiesige Werkkunstschule nach diesen Lehrmethoden mit einer Vielzahl von Fachbereichen führte: Schrift- und Werbegraphik, Malerei, Bildhauerei, Innenarchitektur mit Industrie- und Modellbauabteilung, Keramik und Mode.
Vincent Weber war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1965 Direktor der Schule und Leiter der Malerei, im Jahr 1968 folgte ihm Robert Preyer auf den Lehrstuhl der Malerei. Claire-Lise Holy, Helmut Bernhardt, Uwe Städtler und Thomas Duttenhoefer, zeitweise auch Oskar Kolb, wurden zwischen 1958 und 1970 dort ausgebildet.

Jeder der Künstler hat seit der Werkkunstschulzeit zu einer eigenen, unverwechselbaren Bild- und Formensprache gefunden, die nicht nur durch die damalige Lehre, sondern danach durch die vielfältigen Einflüsse anderer Kulturen und Länder geprägt wurde. Aus diesen Biografien erklärt sich eine expressive, kultivierte Farbigkeit der Bilder und eine auf der Bauhaustheorie und den Prinzipien

der Moderne basierende Formensprache dieser Künstler. In der Ausstellung werden frühe und spätere Arbeiten jedes Künstlers vorgestellt, an denen auch die Entwicklung des Werkes ablesbar wird.

Vom 27. Januar bis 25. März 2012 wird im Kunsthaus am Schulberg - im neuen Anbau dieser ehemaligen Werkkunstschule - eine Einzelausstellung des Werkes von Vincent Weber gezeigt.

u.a. Abbildung (Startseite) von:
Helmut Bernhardt, ´Am Schulberg´, 1958, Gouache auf Papier, 42 x 60 cm


 VINCENT WEBER
Ausstellung vom 27.1.– 25.3.2012 im Kunsthaus, Schulberg 10, 65183 Wiesbaden

Vincent Weber (1902–1990), ausgebildet bei Adolf Hoelzel und am Bauhaus Weimar, hat als Lehrer und Direktor der ehemaligen Werkkunstschule das geistige und kulturelle Klima Wiesbadens nachhaltig geprägt. Vom 27. Januar bis 25. März 2012 findet im heutigen Kunsthaus am Schulberg, Webers ehemaliger Wirkungsstätte in den Jahren 1952–1965 eine Ausstellung seiner Gemälde und Grafik statt. Am 23. Februar 2012 hält Dr. Michael Siebenbrodt, Bauhaus-Museum Weimar, einen Vortrag zu Vita und Werk des Malers, auch werden Führungen angeboten (www.Kulturwiesbaden.de). Die Ausstellung ist organisiert vom Kulturamt Wiesbaden in Zusammenarbeit mit meiner Galerie.

Herzliche Einladung
…. zum Besuch der Galerie auf der ´art KARLSRUHE 2012´ vom 8.-11. März 2012
in der Messe Karlsruhe, Messeallee 1, 76287 Rheinstetten, Messe-Halle 3, Stand K 22.
(Die Galerie ist in der Messewoche vom 5.– 13.3.2012 geschlossen.)


Vergangene Ausstellung:

CORINNA ROSTECK - Liquid Dance - Die Wirklichkeit des Sichtbaren - Seh(n) sucht



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